Sie sind Lehrer(in) oder noch Schüler(in) und möchten »FAUST – Die Rockoper« zu sich in die Stadt holen, um eine Schülervorstellung zu realisieren, ohne Eigenkapital dafür aufzuwenden?
Dann kontaktieren Sie uns und wir beraten gemeinsam, wie wir mit Fördermitteln und Sponsorengeldern dieses Vorhaben umsetzen und vielen Menschen diesen kostengünstigsten Besuch der meistgespielten Goethes-FAUST-Fassung aller Zeiten ermöglichen können!


Pädagogik

»FAUST – Die Rockoper« ist viel mehr als "nur" ein historisches Bühnenstück im Rock-Gewand, es ist auch eine Lernhilfe für Schüler, welche den im Original doch sehr schwer verdaulichen Text oft als belastend empfinden.
Durch die Rockoper wird ihnen Goethes Klassiker auf vergnügliche Weise mit der für Jugendliche nötigen Unverkrampftheit nahegebracht und trägt somit dazu bei, die im »FAUST« transportierte Moral und den ewig währenden Konflikt zwischen Gut und Böse zu vermitteln.

»FAUST – Die Rockoper« wurde schon mehrfach von kompletten Jahrgangsstufen besucht und von einer großen Mehrheit der Schüler als willkommene Abwechslung zur trockenen Erarbeitung im Klassenzimmer empfunden.

Auszüge aus Fanpost von Schülern:


Auszug aus dem Vortrag von Dr. Bernd Mahl:
(Tübingen, Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Stuttgart und Präsident der Internationalen Faust-Gesellschaft Knittlingen)

»Teuflisch gut: Goethes FAUST im Musical«
Von den Anfängen (1973) bis zur Gegenwart
gehalten am Dienstag, den 5. Oktober 2010 in der Stadtbücherei im Wilhelmspalais, Stuttgart

Kurzangaben zu den vier Faust-Musicals:

Gemeinsam haben die vier Faust-Musicals nur, dass sie von Goethes Drama ausgehen und teilweise mit dessen Textmaterial spielen.

Wolfgang Ambros und Josef Prokopetz schaffen weitgehend eine neue Handlung und versetzen sie ins gegenwärtige Wien des Jahres 1973. Ambros schuf eine freche, lebendige Musik und ein Gretchen mit einem erheblich größeren Selbstvertrauen und einer größeren Eigenständigkeit, als dies bei Goethe der Fall ist.

Für Randy Newman ist Goethes Text nur noch ein vager Ausgangspunkt, Personal und Handlung sind weit entfernt von Goethes Vorlage. Die Kompositionen sind sanft, behutsam und wenig eingänglich.

Walter Bialek und Jürgen Lorenzen konzentrieren ihre Handlung auf das Tatenumfeld des mephistophelischen Satanicus, der sich je nach der Szenerie stark wandeln kann. Die Musik variiert und differenziert sich je nach der mehr oder weniger dramatischen Handlungslage – am Ende wird der theatralische Spielcharakter des Musicals betont.

Rudolf Volz ist der einzige, der sich streng an Goethe hält, d. h. mit Strichfassungen beider Teile arbeitet. Die je nach der Szenerie sich wandelnde Komposition ist elegisch bis drastisch zupackend – »FAUST – Die Rockoper« eben. Seit dem Jahr 2005 finden in Zusammenarbeit mit den Harzer Schmalspurbahnen und der Manthey Event regelmäßig Aufführungen auf dem Brocken im Harz statt. Im Jahr 2011 wird extra dafür ein neues Theater mit 400 Plätzen eingerichtet. Mehr als 50 Aufführungen pro Jahr sind über einen langen Zeitraum geplant. Seit dem Jahr 2009 finden auch regelmäßig Aufführungen in Auerbachs Keller in Leipzig statt. Speziell für diese Darbietungen wurde der neue Song »Der hölzerne Tisch« gemacht. Am Ende des Songs wird der aus der Sage bekannte Fassflug nach 500 Jahren auch tatsächlich vorgeführt. Im Juli 2010 gab es ein mehrtägiges Gastspiel in Weimar. Die Version von Rudolf Volz ist das am meisten und am längsten gespielte Faust-Musical.

Kulturgeschichtlich betrachtet, ist es fast unbegreiflich, warum Volz der bisher einzige Komponist ist, der klassische Theaterstücke in zeitgemäßes Musiktheater verwandelt. Die kurze Zeitspanne von 1970 bis 1973 war voller Crossover von Traditionellem und der gerade neu entwickelten Rockmusik. Die Gruppe Ekseption verstand es, Werke von Bach und Beethoven in einer Rockversion neu aufleben zu lassen. Das Bourrée von Bach erlebte durch die Gruppe Jethro Tull eine neue Blüte. Die Gruppe Emerson, Lake und Palmer adaptierten Mussorgskis Bilder einer Ausstellung. In London traten die Gruppe Deep Purple zusammen mit einem Symphonie-Orchester auf. Musikalisch betrachtet, wurde ein großer Crossover hergestellt. Mit Jesus Christ Superstar wurde auch traditionell Religiöses neu bearbeitet. Literarisch gesehen, gibt es nur ansatzweise Versuche, wie die Umsetzung von Piktors Verwandlungen von Hermann Hesse durch die Gruppe Anyone’s Daughter. Klassische Literatur galt zu diesen Zeiten als antiquiert und bourgeois, was wohl ein Grund für die mangelnde Synergie ist.

Volz ist bisher der einzige Autor und Komponist, der klassische literarische Stoffe in Rockmusicals verwandelt.